Für viele Kunstkenner und -liebhaber ist die Malerei die klassische Form der Kunst. Seien es romantische Bilder wie Caspar David Friedrichs “Wanderer über dem Nebelmeer”, surrealistische (Alb)Träume wie Edvard Munchs “Der Schrei”, oder Abstraktes wie Wassily Kandinskys “Aquarell ohne Namen” – die Malerei ist die wohl bekannteste Form der Kunst. Aber auch die wohl teuerste: Sammler sind bereit, für ein Gemälde Millionenbeträge zu zahlen. So wie jüngst 2017, als das teuerste Gemälde der Welt, der Salvator Mundi von Leonardo DaVinci, für über 450.000.000 US$ versteigert wurde.

Warum zahlt man so viel für Malerei?

Die wohl größte Frage, die sich viele Menschen nach Bekannt werden der exorbitanten Summe stellten. Geht es hierbei wirklich noch um den Kunstgenuss, oder ist es lediglich ein Statussymbol, sich ein fast 500 Millionen Dollar teures Gemälde in den Eingangsbereich der Villa zu hängen?

Ein Faktor, der Gemälde von wohl allen anderen Formen der Kunst, von Musik über Belletristik zu Poesie, absetzt ist, dass ein gemaltes Original immer ein Unikat ist. Zwar gibt es Kunst- und Nachdrucke, aber letztendlich schaffen diese es nie, die Textur, den Pinselstrich, die Farbigkeit des Originals Eins zu Eins wiederzuspiegeln. Wer also ein Gemälde kauft kann sich sicher sein: das habe nur ich und kein anderer.

Unikat statt Massenware

Natürlich gibt es auch in der Musik und Literatur Schallplatten, Bücher oder Manuskripte, die unglaublich hohe Summen erzielen. Aber letztendlich ist Schrift und Ton ohne Qualitätsverlust immer wieder reproduzierbar. Es ist egal, ob Shakespeares Gedichte auf zwei oder 200 Jahre altem Papier stehen – die Emotionen, die sie erwecken, wirken in beiden Fällen gleich. Aber ein Gemälde hat eben auch durch den Malprozess Spuren, die ein Kunstdruck nicht weitergeben kann, wie die Dicke des Farbauftrags oder die Rauheit der Leinwand.